Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Hl. Franziska von Rom

Im Jahre 1384 wurde Franziska geboren. Sie entstammte einer römischen Adelsfamilie. Zwar entschloß sich Franziska bereits mit elf Jahren, ehelos zu leben, doch die Eltern hatten sie bereits dem reichen Lorenzo Ponziani versprochen. 1396 wurde die Ehe zwischen den beiden Angehörigen des stadtrömischen Adels geschlossen. Sechs Kinder wurden den Eheleuten geboren, doch allein Battista überlebte die Eltern. Seine Geschwister verstarben bereits im Kindesalter. Im Zuge der Wirren um das Papsttum wurde auch die Stadt Rom mehrere Male militärisch bedrängt. 1408 bis 1409 erfolgte eine erste Besetzung der Stadt durch die Soldaten des Königs Ladislaus von Neapel (1386 – 1414). Bei einer zweiten Besetzung 1413 bis 1414 wurde Franziskas Gemahl Lorenzo nicht nur schwer verwundet, man verbannte ihn als Vertreter des römischen Adels zudem noch aus der Stadt und verschleppte seinen Sohn Battista als Geisel. Erst unter Ladislaus’ Schwester und Nachfolgerin, Johanna II. von Anjou (1415 – 1435), kehrten die Verbannten und die Kriegsgefangenen aus Neapel 1424 heim, unter ihnen Lorenzo und Battista. In dem Jahr der Heimkehr gab Lorenzo seiner Gemahlin die Einwilligung, von da an eine Josephsehe zu führen. Die Heilige gründete daraufhin in dem folgenden Jahr 1425 einen weiblichen Zweig des zu den Benediktinern gehörenden Olivetanerordens, die Olivetaner-Oblatinnen. Seit 1433 führten diese ein gemeinsames Leben in dem von St. Franziska gegründeten Tor dei Specchi, dem Spiegelturm. 1437, ein Jahr nach dem Tode Lorenzos, trat Franziska von Rom selbst bei den von ihr gegründeten Oblatinnen ein und übernahm nach ihrer Wahl zur Oberin auf Anraten ihres Seelenführers, des Olivetanerpriesters Don Giovanni Mattiotti, die Leitung des Spiegelturmes. Franziskas Liebe zu den Armen war längst zuvor bekannt geworden, als sie beispielsweise im Winter eigenhändig Abfallholz sammelte und es mit ihrem Esel den Frierenden brachte. Als die hl. Franziska noch in ihrem Palast wohnte, hatte sie Hilfesuchende aller Art empfangen und ihnen in geistlichen wie leiblichen Nöten beigestanden. Auch sorgte sie für die Kranken in den Spitälern, lange bevor sie Oblatin wurde. Bekannt waren auch die besonderen Gnadengaben Franziskas. Sie schaute nicht nur ihren Schutzengel, mit dem sie Gespräche führen durfte, ihr wurden auch viele weitere Visionen zuteil. In den letzten Jahre ihres irdischen Lebens sah sie ihn ständig an ihrer Seite und konnte in dessen verklärtem Licht nachts lesen und schreiben. Oft hatte sie Kämpfe mit Dämonen zu bestehen. Verzückung, wunderbare Heilungen und prophetische Weissagungen Franziskas waren nicht selten. Ihr erster Schutzengel entstammte dem untersten Chor, dem neunten. Der zweite war ein Erzengel, der dritte, der sie auf ihren Tod vorbereitete, gehörte zu den Mächten, dem siebenten Chor. Als die hl. Franziska am 9. März 1440 starb, verschied sie mit den Worten: „Die Himmel stehen offen, und die Engel steigen hernieder. Mein Erzengel winkt mir freundlich, ihm zu folgen.“ Papst Paul V. sprach Francesca 1608 heilig. Papst Pius XI. ernannte sie 1925 zur Schutzheiligen der Autofahrer. An ihrem Festtag gibt es eine große Autosegnung vor ihrer Kirche.

39398 Besucher online
39398 Gäste, 0 Mitglied(er)
Jederzeit: 39398 um/am 08-21-2018 11:42 pm
Meiste Besucher heute: 39398 um/am 12:01 am
Diesen Monat: 39398 um/am 08-21-2018 11:42 pm
Dieses Jahr: 39398 um/am 08-21-2018 11:42 pm