Dez 31, 2018
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Christina die Wunderbare

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Seite aus der Legenda aurea mit einer Lebensbeschreibung Christinas Christina die Wunderbare (Christina von Belgien, lat.: Christina mirabilis; * um 1150 in Brustem; † um 1224 in Sint-Truiden im heutigen Belgien) war eine Mystikerin. Ihr Gedenktag ist am 24. Juli. Sie gilt als Schutzpatronin der Müller sowie der psychisch Kranken und ihrer Helfer. Über das…

Seite aus der Legenda aurea mit einer Lebensbeschreibung Christinas

Christina die Wunderbare (Christina von Belgien, lat.: Christina mirabilis; * um 1150 in Brustem; † um 1224 in Sint-Truiden im heutigen Belgien) war eine Mystikerin. Ihr Gedenktag ist am 24. Juli. Sie gilt als Schutzpatronin der Müller sowie der psychisch Kranken und ihrer Helfer.

Über das Leben Christinas wissen wir aus den Zeugnissen des zeitgenössischen Enzyklopädisten Thomas von Cantimpré sowie des Kardinals Jakob von Vitry, der sie persönlich kannte. Christina soll zahlreiche Wunder gewirkt haben: Ihre Heiligenvita beginnt mit einer Nahtoderfahrung aufgrund ihrer übermäßigen Kontemplation und Askese. Sie sei bei der folgenden Beerdigung aus dem Sarg levitiert und habe von ihren Erlebnissen in Himmel, Hölle und Purgatorium berichtet. Ihre jungfräulichen Brüste sollen bei verschiedenen Gelegenheiten Milch und Öl abgesondert haben, um sie zu retten. Weitere Wunder umfassen körperliche Unversehrtheit in Feuern, eisiger Kälte und weiteren Gefahren, obwohl sie dabei große Schmerzen litt. Auch soll sie behauptet haben, den Gestank menschlicher Sünde riechen zu können. Dieser sei für sie so unerträglich gewesen, dass sie versuchte, vor dem Gestank in abgelegene Winkel zu fliehen. Unter anderem soll sie auf Bäume und Häuser geklettert sein und sich in Öfen und Schränken versteckt haben. Die Vita endet mit weiteren Levitationen und einer weiteren Erweckung von den Toten.

In der Gegenwart wurde Christina einem breiteren Publikum durch den Song Christina The Astonishing von Nick Cave bekannt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas von Cantimpré: De S. Christina Mirabili Virgine Vita (Memento vom 27. Dezember 2014 im Internet Archive) [Acta Sanctorum Julius 24 (1868) 5, S. 650–656] (lateinisch)
  • englische Übersetzung: The Life of Christina the Astonishing, by Thomas de Cantimpré, hg. von Margot H. King, Toronto 1999. ISBN 0-920669-44-1
  • Jakob von Vitry: De Vita beatae Mariae Oigniacensis (Christina die Wunderbare wird im Vorwort erwähnt)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anke E. Passenier: The life of Christina Mirabilis. Miracles and the construction of marginality. Seite 145–178 in: Anne Marie Korte: Women and Miracle Stories. Boston 2003.
  • Alois M. Haas: Mystik im Kontext, 2004. Kapitel Christina mirabilis: Geschichte und Fiktionalität in mystischen Texten
  • Ekkart Sauser: Christina die Wunderbare. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 17, Bautz, Herzberg 2000, ISBN 3-88309-080-8, Sp. 240.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christina die Wunderbare – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Artikel aus einem älteren Heiligenlexikon
  • Artikel aus einem Heiligenlexikon (Memento vom 30. Mai 2012 im Internet Archive) (englisch)

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Allgemein · Christina · Wunderbare

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